Fly away & find happiness
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Eyeswideopen.

Mein Körper scheint resistent zu sein gegen jegliche Art von Infektionen. Wie schade eigentlich.

Erkältungen kommen am laufenden Band und hauen mich um, sodass ich wieder unnötig Dinge in der Schule oder im Leben verpasse  (Wenn es da überhaupt Dinge gibt, die zu verpassen sind).

Aber wenn ich nach reiflichem Überlegen zu dem Entschluss komme, meinen Körper aus eigener Hand in seine Schranken und noch viel weiter zu weisen, dann wandelt er sich plötzlich zum super-resistenten Gesund-Objekt. Wirklich super. Die Wunden haben sich noch nicht mal groß entzündet. Trotz Erde und Sauerstoffentzug (zur Förderung anaerober Bakterien), trotz immer-wieder-aufkratzen, trotz immer wieder neu verletzen. Mir geht's super, meine Temperatur ist wieder gesunken und ich bin frustriert und verzweifelt.

Irgendwie mag mich das Schicksal nicht, es macht permanent das Gegenteil von dem, was ich mir wünsche. Aber das Leben ist kein Ponyhof.

Dafür habe ich jetzt schon fast einen Tag ohne Erbrechen geschafft. 

Es fing ja mal wieder an, warum auch immer. Eigentlich hatte ich es fast geschafft, regelmäßig und (in den Augen meiner Therapeutin) "gut" zu essen. Gut, 1 - 2 Mal die Woche habe ich immer noch gekotzt, aber das ist ja nicht wirklich nennenswert. Und jetzt die letzen Tage wieder täglich, meist schon morgens um 11. Ich bin aufgestanden, habe 8 Toast und einen Sojajoghurt gefrühstückt, noch einen Haufen Süßigkeiten gefressen und dann alles rausgelassen. Danach habe ich mich meistens noch ins Bett gelegt und weitergeschlafen.

2 Therapiestunden habe ich noch, ich mache das ja wirklich klasse. Ich halte mich nicht an die Abmachungen, und statt vor dem Erbrechen abzuwägen und auf meine Pro- und Contraliste zu gucken, mache ich es einfach und finde es danach auch noch erleichternd und gut. Das sage ich ihr meistens aber nicht. Auch we nn Unehrlichkeit in einem Therapiegespräch nicht viel verloren hat.

Ich bin mittlerweile echt die Lügenbaronin.

Ich flunkere ziemlich oft. Meistens bei Dingen, die mich betreffen. Wie es mir geht? Super! Fühle mich echt ausgeglichen. Und mit dem Essen hat es auch gut geklappt. Schule läuft, meine Erkältung wird besser und in der Familie läuft eigentlich auch wieder alles rund. Am Führerschein bin ich dran (wobei ich ein halbes Jahr nicht mehr in der Fahrschule war). All sowas.

Ich hab halt einfach nur Angst, dass ich wieder in die Klinik komme. Dass man meine Pläne durchschaut. Ich bin schon froh, dass ich hier mein kleines Internettagebuch habe, wo ich meine Sorgen in tiefer Anonymität niederschreiben kann.

Innerlich schreie ich... innerlich weiß ich, dass gerade nichts anderes als Klinik angebracht wäre, mein Psychiater ist sauer auf mich, weil ich einafach keine Lust habe, mit dem Verletzen aufzuhören (weil ich schließlich daran verrecken will, wäre ja auch ganz schön widersprüchlich, wenn ich jetzt aufhören würde!). Er hat mir schon gesagt, dass andere sich schon längst geweigert hätten, mich zu behandeln. Aber er mag mich, er vertraut mir. Er vertraut darauf, dass ich komme, ehe ich etwas tue, ehe ich Hand an meinem Leben anlege. Er weiß, dass die Klinik nicht gut für mich ist, deshalb legt er alles daran, mich nicht hinzuschicken. Ein guter Mensch ist er, wirklich.

Ein guter Mensch, der wäre ich auch gerne.

15.5.10 18:18


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Soulmate?

Who doesn't long for

someone to hold

who knows how to love you

without being told

somebody tell me

why I'm on my own

if there's a soulmate

for everyone ...

 

Freunde sind nicht gleich Freunde.

Freunde können sich distanzieren. So sehr, dass die kleinen Fehler plötzlich wachsen, dass man sich an Marotten stört und aus Launen heraus den anderen fies behandelt. Denn sowas machen Freunde nicht.

Ich bin voller Enttäuschung und meine "Freunde" fallen mir in den Rücken. Anstatt mich zu unterstützen, versuchen sie meine Verteidigungsargumente umzuwerfen. Na, vielen Dank auch.

Die Sache mit meinem Lehrer ist immer noch nicht geklärt. Ich denke, das wird auch weiterhin gespannt bleiben, und es wird immer so sein, dass ich vor Mathe Bauchkrämpfe bekomme. Aber was solls. Was uns nicht umbringt, macht uns stärker.

Wo wir gerade beim Thema wären.


Ich habe für mich den Entschluss gefasst, dass mein Leben unlebenswert ist. Die nicht enden wollende Essstörung, die Stimmungsschwankungen, der Stress in der Schule, schlechte Noten trotz Lernen und sich dann noch rechtfertigen müssen, diese lähmende Leere in meinem Leben, meine falschen Freunde, mein ignoranter Vater und der Kontrolldrang meiner Eltern, die Hilflosigkeit selbst nach Gesprächsterminen...

Mein Freund, den gibt es noch. Und ihn liebe ich. Er ist das einzige, was ich noch liebe, eigentlich. Aber für einen Menschen leben, wenn die Welt einen vergessen hat?

Mein Plan ist es, mir permanent neue Verletzungen zuzufügen. Klappt bisher auch ganz gut, mein Bauch und mein Oberarm sind voll mit Brandblasen, die am Unterarm sind schon verheilt. Dafür heilen die anderen jetzt nicht, ist mir Recht.

Dazu bin ich jetzt auch noch krank geworden. Ein Zeichen, dass mein Körper immungeschwächt bin. Das ist jetzt meine Chance, ich habe mir noch Erde in die Wunden gerieben. Vielleicht passiert ja was spannendes, ich bin für alles offen.

 

9.5.10 21:09


Das große Kotzen

Bah, ihr habt doch alle keine Augen mehr für wirkliche Schönheit.

Manchmal schäme ich mich echt, ein Mensch zu sein.
Was ist das eigentlich?

Man geht wie mit Scheuklappen durch die Welt, wirft seinen Müll in wunderschöne Naturschutzgebiete, besprayt antike Straßenlaternen, und spuckt auf den Boden.

Widerlich.

 

Dabei gibt es so viele kleine schöne Sachen. Heute hat sich eine kleine Hummel an unserem Rhododendron sattgefuttert. Ich mag es, ihnen dabei zuzusehen. Die Blüten sind auch nett anzusehen. Alles blüht. Der Flieder leuchtet in schönstem Purpur.

Und wir machen nichts anderes, als alles zu verpesten.

Ich bin gerade so voller Wut. Nicht nur auf diese asoziale Menschen. Eigentlich auf die ganze Welt. Und auf mich. Alles ist doof.

Ich war jetzt ein paar Tage im Krankenhaus weil ich körperlich und psychisch einfach extrem erschöpft war und dringend eine Auszeit brauchte. Sonst wäre wieder was passiert. Also zwei Tage im KH chillen, dann wieder raus. Kaum zuhause, geht der Stress weiter.

Während ich weg war, hat meine Mutter mein Zimmer durchgesucht. Mein SVV-Kram ist weg. Alibimäßig hat sie dann mein Bad geputzt, alles rein zufällig gefunden. Ja klar, zufällig hat sie die Kiste, die unten im Regal stand rausgenommen und zufällig aufgemacht, zufällig lagen darin die Butterflys. Klar. Und zufällig hat die in meinem Mülleimer blutverschmierte Tücher gefunden. In einem blickdichten Sack mit Deckel drauf. Klar.

Ich kann mir nicht mehr sicher sein, was hier gesehen wird und was nicht. Vielleicht haben sie ja auch meinen PC durchsucht? Ich fühle mich total kontrolliert, ein richtig widerliches Gefühl. Ich könnte jedem eine klatschen, der in mein Zimmer kommt. Demnächst schließe ich mein Zimmer ab, sobald ich das Haus verlasse. Ganz einfach, dann kommt keiner mehr rein. Denn es ist MEIN Zimmer und MEINE Privatssphäre, und da hat NIEMAND herumzuschnüffeln und gar irgendwelche Kisten und Schubladen zu durchsuchen.
Ich bin 18 und keine fünf mehr.

Ich könnte sooo kotzen, echt.

1.5.10 17:17


Bam.

Alles explodiert in meinem Kopf.
4.4.10 21:28


Widerliche Familie.

Bah, ich hasse meinen Vater. Und ja, ich meine es genau so.

Richtig widerlich, solche Menschen in meiner Familie zu haben.

Ihm macht es echt Spaß, angebettelt zu werden, zu verdeutlichen, wie Abhängig man doch von ihm ist und wie unselbstständig. Ihm macht es Spaß, zu zeigen, dass er die Macht hat, alles zu tun und zu bestimmen und ich genötigt bin, dem zu folgen, weil ich sonst bestraft werde. Dann werde ich aber doch dazu gezwungen, selbstständig zu sein und ständig kritisiert, wie wenig ich es doch bin.

Und wenn ich dann mal versuche, eigene Wege zu gehen, frei zu denken und zu planen, dann wird mir immer alles schlecht gemacht, ich werde richtig manipuliert, damit ich wieder die Gedanken meines Vaters annehme, denn wenn ich es so mache, wie ich es geplant habe, dann wird alles falsch laufen in meinem Leben, dann werde ich irgendwann in der Gosse sitzen und ganz alleine gucken müssen, wie ich klar komme, denn meine Familie ist dann wohl nicht mehr da.

Echt ekelig. Bah.. Ich fühle mich, als lebte ich in meiner eigenen, kleinen Sekte. Widerlicher Mensch. Er verdient es eigentlich gar nicht, dass man seinen Worten Glauben schenkt, ihm überhaupt zuhört. 

4.4.10 19:22


Storm.

Es ist so schwer. Ich möchte nicht mehr.

Gerade ist es hart, die passenden Worte zu finden, dafür, wie ich mich gerade fühlen. Es ist nicht gut, gar nicht.

Ich habe einfach keine Kraft mehr.

Ich will, dass mein Herz nicht mehr schlägt.

 

Gedanken überwältigen mich.

24.3.10 19:51


Numb.

"Aach, irgendwie ist alles doof. Morgen schreibe ich Englisch und ich habe noch nichts dafür getan. Denn eigentlich ist es mir egal. Es ist mir scheißegal. Es ist doch nur eine Note. Im Moment trifft mich nichts wirklich, vielleicht bin ich auch einfach nur zu verletzt, um dieses Gefühl weiterhin zuzulassen.

Irgendwie habe ich gerade keinen Zugang mehr zu mir selber. Ich bin tieftraurig, habe ständig ein stummes Schreien in meinen Ohren, würde so gerne einfach zu Boden sinken und mich ausweinen, aber keine Träne mag kommen. Dieser Druck hat sich so angestaut, er geht einfach nicht weg. Stattdessen kommt immer mehr dazu.

 

Heute habe ich die Sportnoten gemacht, sprich Volleyball gespielt. Irgendwie wurde mir total schwindelig und auch die anderen aus dem Team waren nicht so gut, deshalb haben wir eine kurze Pause gemacht und das am Ende nochmal wiederholt. Es klappte eigentlich ganz gut, jedenfalls besser als davor. Trotzdem war ich wohl die Schwächste, mir wurde gesagt, dass es den Anschein hatte, als hätte ich noch die meisten Probleme damit. Ja, richtig. Aber natürlich kamen direkt alle an; das ist doch nicht schlimm, aaaach, komm. Ne drei ist doch gut! Ist doch super! Deshalb brauchst du jetzt nicht traurig zu sein.
Ja, Hauptsache sie fühlt sich gut. Als sei ich so naiv und würde stillschweigend und ohne jeglichen eigenständigen Gedanken das annehmen, was mir gesagt wird. Eine drei ist nicht gut. Gut ist eine zwei. Mindestens. Und wieder habe ich mein Maß nicht erfüllt.

 

Ja. Wunderschön ist das alles. Eben habe ich noch sieben Scheiben Toast gegessen, aber wissen Sie was? Es ist mir egal. Noch habe ich auch nicht das Bedürfnis, es zu erbrechen. Das wird Frau W. sicher stolz machen.

Da gehe ich morgen auch wieder hin. Und ich habe wieder nur knapp zwei Tage protokolliert.  Es gäbe ja eigentlich genug anderes, worüber wir reden könnten, was mich gerade so richtig belastet. Aber ich habe keine Lust darüber zu reden, denn ich weiß nicht, wie sie reagiert. Frau W. reagiert bei meinen Gedanken ja immer etwas empfindlich. Also bleibt es alles in mir.

 

Und erstmal muss ich die Klausur hinter mich bringen. Ich wünsche mir so sehr, dass es alles ausbricht, egal wie. Dieses Gefühl der Leere, die stumme Wut und die ganzen Schmerzen sind viel schlimmer als jeder Suizidversuch oder Selbstverletzung, schlimmer als alles irgendwie. Ich will nur, dass es aufhört. Auch wenn es nur Tränen sind, ich möchte endlich wieder diese Erlösung fühlen, weinen können. Das alles loslassen können.

Ich will, dass diese Gleichgültigkeit verschwindet, es macht mich alles so kaputt. So fertig.

Ich habe das Gefühl, niemand kann mir helfen. Gespräche bringen nichts, ein paar Stunden danach fühle ich mich wieder genauso hilflos, genauso alleine, mir selber ausgeliefert.

 

Was kann ich nur machen?

Diese Gedanken gehen einfach nicht weg, ich habe doch eigentlich so schöne Sachen vor. Amsterdam, ich könnte mich freuen. Aber im Moment sehe ich es nur als Hindernis, als Einschränkung meines freien Handelns. Schließlich hat mein Freund sich schon Urlaub genommen, was wäre nur, wenn es nicht dazu käme?

Sich freuen ist gerade so schwer, genauso wie sich traurig fühlen. Oder lachen. Oder halt weinen.

Ich bin so ratlos."

 

Das hab ich eben meinem Psychiater geschrieben, das trifft es eigentlich genau. Ich fühle mich etwas schlecht, aber eher so taub und neutral. Doofes Gefühl.

22.3.10 20:02


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