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Numb.

"Aach, irgendwie ist alles doof. Morgen schreibe ich Englisch und ich habe noch nichts dafür getan. Denn eigentlich ist es mir egal. Es ist mir scheißegal. Es ist doch nur eine Note. Im Moment trifft mich nichts wirklich, vielleicht bin ich auch einfach nur zu verletzt, um dieses Gefühl weiterhin zuzulassen.

Irgendwie habe ich gerade keinen Zugang mehr zu mir selber. Ich bin tieftraurig, habe ständig ein stummes Schreien in meinen Ohren, würde so gerne einfach zu Boden sinken und mich ausweinen, aber keine Träne mag kommen. Dieser Druck hat sich so angestaut, er geht einfach nicht weg. Stattdessen kommt immer mehr dazu.

 

Heute habe ich die Sportnoten gemacht, sprich Volleyball gespielt. Irgendwie wurde mir total schwindelig und auch die anderen aus dem Team waren nicht so gut, deshalb haben wir eine kurze Pause gemacht und das am Ende nochmal wiederholt. Es klappte eigentlich ganz gut, jedenfalls besser als davor. Trotzdem war ich wohl die Schwächste, mir wurde gesagt, dass es den Anschein hatte, als hätte ich noch die meisten Probleme damit. Ja, richtig. Aber natürlich kamen direkt alle an; das ist doch nicht schlimm, aaaach, komm. Ne drei ist doch gut! Ist doch super! Deshalb brauchst du jetzt nicht traurig zu sein.
Ja, Hauptsache sie fühlt sich gut. Als sei ich so naiv und würde stillschweigend und ohne jeglichen eigenständigen Gedanken das annehmen, was mir gesagt wird. Eine drei ist nicht gut. Gut ist eine zwei. Mindestens. Und wieder habe ich mein Maß nicht erfüllt.

 

Ja. Wunderschön ist das alles. Eben habe ich noch sieben Scheiben Toast gegessen, aber wissen Sie was? Es ist mir egal. Noch habe ich auch nicht das Bedürfnis, es zu erbrechen. Das wird Frau W. sicher stolz machen.

Da gehe ich morgen auch wieder hin. Und ich habe wieder nur knapp zwei Tage protokolliert.  Es gäbe ja eigentlich genug anderes, worüber wir reden könnten, was mich gerade so richtig belastet. Aber ich habe keine Lust darüber zu reden, denn ich weiß nicht, wie sie reagiert. Frau W. reagiert bei meinen Gedanken ja immer etwas empfindlich. Also bleibt es alles in mir.

 

Und erstmal muss ich die Klausur hinter mich bringen. Ich wünsche mir so sehr, dass es alles ausbricht, egal wie. Dieses Gefühl der Leere, die stumme Wut und die ganzen Schmerzen sind viel schlimmer als jeder Suizidversuch oder Selbstverletzung, schlimmer als alles irgendwie. Ich will nur, dass es aufhört. Auch wenn es nur Tränen sind, ich möchte endlich wieder diese Erlösung fühlen, weinen können. Das alles loslassen können.

Ich will, dass diese Gleichgültigkeit verschwindet, es macht mich alles so kaputt. So fertig.

Ich habe das Gefühl, niemand kann mir helfen. Gespräche bringen nichts, ein paar Stunden danach fühle ich mich wieder genauso hilflos, genauso alleine, mir selber ausgeliefert.

 

Was kann ich nur machen?

Diese Gedanken gehen einfach nicht weg, ich habe doch eigentlich so schöne Sachen vor. Amsterdam, ich könnte mich freuen. Aber im Moment sehe ich es nur als Hindernis, als Einschränkung meines freien Handelns. Schließlich hat mein Freund sich schon Urlaub genommen, was wäre nur, wenn es nicht dazu käme?

Sich freuen ist gerade so schwer, genauso wie sich traurig fühlen. Oder lachen. Oder halt weinen.

Ich bin so ratlos."

 

Das hab ich eben meinem Psychiater geschrieben, das trifft es eigentlich genau. Ich fühle mich etwas schlecht, aber eher so taub und neutral. Doofes Gefühl.

22.3.10 20:02
 


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