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Zerbrochen.

Es ist alles so lächerlich, so unwirklich. Als wäre ich Teil einer Fernsehshow mit versteckter Kamera, alle verfolgen mein Leben, man kann es täglich 24 Stunden beobachten.

Es ist aus... ich fasse es nicht. Ich habe mir wirklich etwas langes vorgestellt, ich dachte, der Mensch passt perfekt zu mir. Mit dem Menschen möchte ich mein Leben verbringen. Ich habe geplant, mich gefreut, auch wenn wir uns schon mal gestritten haben, habe ich ihn immer geliebt, ihn immer in Schutz genommen. Aber ich habe ihm irgendwie die Freiheit genommen, er konnte die Verantwortung, mein einziger Halt im Leben zu sein, nicht tragen. Er kam nicht mit dem dunklen Teil meines Seins klar, er meinte, er würde damit auch niemals klar kommen. Deshalb wollte er jetzt Schluss machen, weil er sieht, dass sich das mit der Erkrankung nicht so richtig zum positiven wendet, es auch für ihn immer schlimmer wird, damit es uns nicht noch schwerer fällt, wenn wir länger zusammen sind. Er meinte, es sei unfair, eine Beziehung weiter zu führen, wenn man genau weiß, dass es nichts langes wird. Das sehe ich auch so.

Aber die Gefühle, ich kann sie nicht einfach auslöschen... ich liebe ihn doch, er ist so ein guter Mensch und hat immer nur das beste für mich gewollt... wir wollen Freunde bleiben, gute Freunde, er sagte, er will mich nicht verlieren, er glaubt auch, dass ich am besten zu ihm passen würde, aber er einfach keine Beziehung mit mir führen könnte. Er kann es sich nicht vorstellen, mein Gesicht nicht mehr zu sehen.

Aber ich glaube, ich brauche erstmal etwas Distanz. Ich muss begreifen, dass ich ihn nicht mehr täglich sehe, höre. Wenn wir telefonieren, ist das nicht gut für mich, oder wenn wir uns sehen. Erstmal. Denn ich muss lernen, ihn als festen Freund gehen zu lassen, begreifen, dass ich alleine bin, ohne Partner. Wenn ich länger keinen richtigen Kontakt zu ihm hatte, habe ich mich vielleicht an den Verlust gewöhnt und wir können uns wieder freundschaftlich näher kommen. Wenn das jemals wieder möglich ist. Ich weiß nicht, wie lange ich brauchen werde, um darüber hinweg zu kommen.

Im Moment verdränge ich es alles. Nein, ach, es ist nichts passiert. Alles ist gut, durchatmen. Nein, alles ist nicht gut. Es muss in meinen Kopf rein. Wenn ich alleine bin, weine ich oft. Auch wenn ich es nicht zugebe, denke ich jetzt wieder häufiger an Selbstmord.

Wie ironisch, vor ein paar Wochen ging es mir so schlecht, ich hab mich stärker verletzt, war im KH zum Nähen, er kam dazu. Seit diesem Tag habe er Zweifel, sagte er. Er merkte, dass er dem nicht gewachsen war, "zu schwach". Ich wusste nichts davon, er hat nichts darüber gesagt. Dann ging es mir wieder besser, ich fing an, das Leben wieder zu genießen, war froh, dass ich ihn hatte, wir hatten noch viel vor... wollten zusammen sein Geburtstagsgeschenk einlösen gehen, einen Flug mit einem Tragschrauber, wir wollten zusammen fotografieren gehen, an besondere Orte, wir wollten auf ein Ballonfestival gehen, was bald statt findet. Wir wollten noch Sex im Wald haben, ja, alles so Sachen.

Ich habe mich ehrlich gesagt auch darauf gefreut, dass es mir besser geht und wir Dinge gemeinsam machen können. Ich ahne nichts, er holt mich ab - und dann das. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet.

Auf einmal wurde ich aus meiner Traumwelt gerissen, nichts mit "Partner fürs Leben". Nichts Langes. Nichts Gutes. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich jemals so einen treffe wie ihn. Er hatte einfach die perfektesten Eigenschaften, die ich mir denken konnte. Und es ist vorbei. Es tut so weh... so sehr.

10.8.10 20:36
 


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