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Wenig sein.

Es ist besser als gestern, etwas erträglicher.

Mein Kopf begreift langsam, dass er nicht mehr die Hauptrolle in meinem Leben spielt, mein Herz ist da was langsamer. 

Es ist so leer, so grau. Ich denke manchmal, ich drehe durch, weil ich mit keinem spreche, weil einfach niemand da ist. Ich fange dann an, mit mir selber zu reden, oder mache Musik an und singe mit. Ich habe das Gefühl, durch Sprechen verliert man Energie, den Druck, der sich anstaut. Aber wenn man keinen zum reden hat, dann baut sich immer mehr Druck auf. Und meine Eltern sind keine so tollen Gesprächspartner. Wenn meine Mutter spricht, könnte ich kotzen, weil sie einfach keine Ahnung von nichts hat und dann noch in jedem zweiten Wort einen Fehler hat, was das Zuhören manchmal schwer macht. Und mein Vater ist immer negativ, rechthaberisch. Eine normale Diskussion ist nicht möglich, weil er immer Recht hat. Und wirft dann mit Sachen um sich, von denen er eben keine Ahnung hat. Unglaublich. Und dann sitze ich abends auf der Couch, endlich Menschen, die sprechen. Aber leider nur Müll. Und so bin ich gereizt, ziehe mich wieder zurück. Ja, das wars dann, Tag vorbei. Ich schieße mich ab und lege mich schlafen.

Schlafen ist echt doof im Moment, gestern habe ich mal statt einer, 1  1/2 Zopiclon genommen, ich bin auch vergleichsweise schnell eingeschlafen und habe sogar bis auf einen Aufwacher durchgeschlafen. Statt um neun bin ich erst um 11 aufgewacht und bin dann aufgestanden. Aber jetzt fühle ich mich immer noch etwas müde und habe mir erstmal einen starken Kaffee gemacht, der weckt ja angeblich müde Geister

Also sitze ich hier, rede mit meinem fast aufgetrunkenen Kaffee, höre das Telefon klingeln. Meine Eltern haben eine Umleitung auf ihr Handy an, deshalb muss man eine spezielle Nummer wählen, um mich hier zu Hause zu erreichen. "Früher" war es in 9 von 10 Fällen mein Freund, der mich anruft. Aber da wir nicht mehr telefonieren, weiß ich, dass es nur meine Mama ist, dann brauche ich wenigstens nicht zu laufen. Brötchen holen soll ich.

Mach ich gleich. Ich habe immer noch keinen Appetit. Das trifft sich gut, so nehme ich ab. Aber ich mache mir keinen Stress, auch wenn ich nur 200g abnehme, es ist immerhin etwas und wenn ich das durchziehe, summiert sich das irgendwann. Und es fällt mir gar nicht schwer. Manchmal knurrt mein Magen, dann trinke ich ein Glas Fanta Zero, dann ist ruhe. Oder eben einen Kaffee. Ich mag nichts essen, will auch nicht. Ich habe für mich selbst entschieden, dass ich erst wieder mehr essen werde, wenn ich die Trauer verarbeitet habe und die Liebe nachlässt, davor werde ich eh keinen Appetit haben. Und wenn ich dann vor dem gedeckten Tisch sitze, frage ich mich: Liebe ich ihn noch? Ja. Also wird nichts gegessen.

Und wie gesagt, ich habe gar kein Problem damit. Ich will immer weniger werden, immer dünner, verschwinden. Aber ich wiege mich nicht mehr, damit hab ich nur schlechte Erfahrungen in der letzten Zeit. Also kontrolliere ich es nicht, nur irgendwann, wenn ich meine, dass ich gut abgenommen habe, dann stelle ich mich vielleicht mal drauf. Aber so nicht. Es geht mir ja auch einfach darum, dünner auszusehen, dass man die Knochen wieder sieht. Ob es ein Kilo mehr ist oder weniger, egal. Gestern blieb es bei zwei Scheiben Brot, gleich esse ich ein Brötchen, dann vermutlich für den Rest des Tages nichts. Das Brot musste ich mir gestern fast reinzwingen, weil ich einfach bestrebt bin, gar nichts zu essen. Aber ich denke mir, wenn ich frühstücke, bleibt der Stoffwechsel immerhin im Gange, und so nehme ich mehr ab, als wenn ich den ganzen Tag gar nichts esse. Denn dann fährt er runter, der Grundumsatz sinkt und dann hab ich nichts mehr davon. Und ich will doch verschwinden. Denn ich werde ihn immer lieben...

11.8.10 12:14
 


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