Fly away & find happiness
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Waiting.

Wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann wäre es ein normales Leben. Problematisch könnte meine Unzufriedenheit sein, denn so ein normales Leben ist ohne Inhalte wie Essen & Erbrechen und stundenlangen Suizidträumen bestimmt ziemlich leer. Hätte ich also dieses neue Leben und die Ansicht einer normalen fast 19-Jährigen, wäre doch alles gut, oder?! Ich würde am liebsten für immer etwa 47kg wiegen, das ist ein schönes Gewicht, finde ich. Dazu aber keine Körperschemastörung, die mir alles kaputt macht. Die 47kg sollen mir genügen, ich möchte mich hübsch und ansehnlich finden können, shoppen soll mir Spaß machen, da es so viele Dinge gibt, die an einem zierlichen Körper gut aussehen. Meine Freunde sollen bleiben, sie sind nett. Meine Stimmungen sollen ab da keine Momente mehr kaputt machen, ich möchte lieb und höflich sein. Ich möchte, dass man mich mag und dass man sich nicht an mich als "die Kranke mit den Narben" erinnert. Denn Narben habe ich keine mehr.

Achja. Sehr schön wäre das.

Und was ist die Realität? Davon fange ich gar nicht an.

Was, wenn ich mich jetzt richtig, richtig kaputt machen würde? Sex, Drugs & Rock'n'Roll ... oder so ähnlich? Ich haue mich mit Speed weg, magere endlich ab, kann Leistungen erbringen und wenn mir dann irgendwann alles zu viel wird und ich die Sache nicht mehr gemeistert bekomme, bringe ich mich einfach um? Das wäre es.

Aber das ist wohl icht möglich. Ich werde weiter die Zähne zusammenbeißen müssen, lernen, funktionieren.

Wie heute. Meine Eltern sind wieder sagenhaft lieb zu mir. Ein Bitte oder Danke? Nö, man muss sparen, in diesen Zeiten.

"Du fährst heute noch was mit dem Motorrad!" (Ach, das tue ich? Wusste ich noch gar nicht!) "Du räumst mir gleich noch die Spülmaschine ein und aus." "Dann wischst du mir noch durch die Küche, die ist so dreckig." "Dann rufst du diesen Mann nochmal an!" 

Alles klar. In diesen Momenten könnte ich einfach nur erbrechen. Ihr vor die Füße. Und dann kann sie es bitte selber wegmachen, naja, ich sage wenigstens noch bitte.

Aber alles auch in so einem unfreundlichen Ton. Ich bin doch nicht die Minna, die alles machen muss und wehe wenn nicht?! Alternative Zeitbeschäftigungen habe ich zwar nicht so wirklich, was soll ich auch tun? Lernen... wie auch immer. Aber trotzdem könnte man mich ja mal nett fragen. Oder wenigstens hinterher danke sagen.

Weshalb bin ich eigentlich noch hier? Ja, weshalb genau?

Wer braucht mich denn? Die Eltern zum Putzen, weil sie so viel Arbeiten müssen? Wer denn, ernsthaft. Ich bin die mit den fiesen Launen, die Unberechenbare. Ich mache Ärger, denn wenn es mir schlecht geht, muss man auf mich Acht geben, das kostet Anstrengungen. Und wenn es mir gut geht ist das auch anstrengend. In der Schule erbringe ich eher die oberen durchschnittlichen Leistungen, bis auf ein paar Fächer. Kunst 1+, Mathe 4 bis 4- .. das Übliche eben. Wer braucht mich, auf wen warte ich? Auf WAS warte ich?

11.10.10 20:38
 


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